Ausblick auf die nächste grosse Baustelle – mit positiven Aspekten

Zollikofen werde bis ins Jahr 2027 auf 11’600 Einwohnende anwachsen; von 2022 bis 2030 würden voraussichtlich 656 zusätzliche Wohnungen gebaut. Mit diesen Angaben hat der Gemeinderat auf Fragen geantwortet, die eine GFL-Interpellation von Anna Badertscher zum Bauboom in Zollikofen gestellt hatte. Die nächste Grossbaustelle ist an der Kreuzstrasse in Sicht: Dort soll eines der beiden Hochhäuser abgebrochen und durch vier sechsstöckige Wohnhäuser mit 175 Wohnungen ersetzt werden.

Die GFL hat sich vor den Sommerferien im aufgelegten Baugesuch und direkt bei der Bauherrschaft über das Grossprojekt informieren lassen. Zuvor hatte die GFL mit einer Einsprache einige Verbesserungen an den Überbauungsvorschriften gefordert, aber damit bei den Behörden kein Gehör gefunden. Das Bauprojekt kommt nun aber den Forderungen der GFL stark entgegen: So werden nur noch 0,5 Autoabstellplätze pro Wohnung realisiert (so wenig wie bisher sonst nirgends in Zollikofen vorgeschrieben) und ein Velo-Abstellplatz pro Zimmer bereitgestellt (und nicht nur zwei pro Wohnung). 20 der 88 Autoabstellplätze werden mit Ladestationen für Elektroautos ausgerüstet, alle restlichen Abstellplätze werden dafür vorbereitet. Schliesslich sollen auf geeigneten Fassaden und Dachflächen Solarpanels montiert werden, mit denen rund 250’000 kWh Solarstrom produziert und dadurch etwa 35% des jährlichen Eigenbedarfs gedeckt werden können.

Wir stellen erfreut fest, dass die Bauherrschaft mit den aufgeführten Massnahmen bereits stark über das rechtlich Vorgeschriebene hinausgeht. Daher hat die GFL davon abgesehen, mit einer Einsprache zusätzliche Verbesserungen zu fordern, zumal die Erfolgschancen als sehr klein eigestuft werden mussten.

Für die GFL: Marceline Stettler, Präsidentin, und Bruno Vanoni, Grossrat

 

Das grosse Bauprojekt an der Kreuzstrasse 1-7 – wie es in einem frühen Planungsstadium (zusammen mit umgebenden Gebäuden) dargestellt wurde und wie ein Teil der aktuell geplanten Neubauten mit 175 Wohnungen tatsächlich aussehen soll: