Ein Ja zur Massentierhaltungsinitiative, das auch uns beim Einkauf verpflichtet

Die Massentierhaltungsinitiative verlangt, dass die Haltungsbedingungen aller Tiere auf Schweizer Bauernhöfen bis in 25 Jahren mindestens die Anforderungen der Bio-Suisse-Richtlinien aus dem Jahr 2018 erfüllen – Anforderungen, die ein Grossteil der Schweizer Bauernbetriebe schon heute erfüllt. Schweizer Bäuer*innen sollen zudem gegenüber dem Ausland nicht benachteiligt werden; deshalb fordert die Initiative zusätzlich, dass auch die Importe den höheren Schweizer Standards entsprechen müssen.

Ein häufiges Gegenargument ist, dass wir bereits ein strenges Tierschutzgesetz haben; das ist aber kein Grund, in der Schweiz das Tierwohl nicht noch weiter zu verbessern.

Der Fleischkonsum muss auch als Massnahme gegen die Klimakrise in den nächsten Jahren reduziert werden. Die Landwirtschaft könnte das Umdenken in diese Richtung vorantreiben, wenn sie verstärkt auf ökologischere Produktion umstellt.

Wichtig ist aber, dass alle (nicht nur die Bäuer*innen) in die Pflicht genommen werden. Die Konsument*innen müssen bereit sein, mehr für hochwertige Produkte zu bezahlen, damit diese weiterhin wirtschaftlich produziert werden können. In der Schweiz wird ein Drittel der Nahrungsmittel weggeworfen; hier können die Konsument*innen Gegensteuer geben, in dem sie gezielter einkaufen und entsprechend wieder Geld sparen. Als dritter wichtiger Akteur muss schliesslich der Detailhandel die Weichen neu stellen und die Labelprodukte aus tiergerechter Haltung und ökologischem Anbau nicht mit zu hohen Margen künstlich verteuern, wie dies heute leider oft geschieht.

Stimmen wir Ja zur einer ressourcenschonenden Tierhaltung und entwickeln wieder das Bewusstsein, dass weniger mehr wert ist.

Für den GFL-Vorstand: Anna Badertscher, Mitglied des Grossen Gemeinderats (GGR) und Bauerntochter

Weitere Parolen für den 25. September:

  • JA zur Änderung der Kantonsverfassung (Stimmrecht 16), damit die Jugend bereits früh über ihre Zukunft mitentscheiden kann
  • NEIN zur Teil-Abschaffung der Verrechnungssteuer, weil sie dem Staat Mindereinnahmen beschert, Steuerhinterziehung ermöglicht und nur wenigen Konzernen und Grossanlegern dient.
  • 2 x NEIN zu den beiden AHV-Vorlagen auf dem Buckel der Frauen, damit der Weg frei wird für eine faire Reform für alle Geschlechter und eine nachhaltige Stärkung der AHV