Geld sparen, hier investieren – und weiterhin warm duschen

„3200 Franken mehr bezahlen … und erst noch kalt duschen.“ Unter diesem Titel hat kürzlich eine Abstimmungszeitung, die gegen teures Geld in alle Haushaltungen verteilt wurde, zum NEIN-Stimmen zum Energiegesetz aufgerufen. Absender war ein „überparteiliches“ Komitee – und dass hauptsächlich eine einzige Partei dahintersteckt, war nur ganz versteckt und kleingedruckt zu lesen. Aber auf solche Versteckspiele und Falschmeldungen fallen wir natürlich nicht herein. Tatsache ist, dass bei einem JA zum Energiegesetz viel Energie und damit auch viel Geld gespart werden kann. Und geduscht werden kann weiterhin mit warmem Wasser – mit erneuerbarer Energie aufgeheizt sogar noch mit besserem Gefühl!
Wer als Hausbesitzer bei der Umsetzung der Massnahmen mitmacht, erhält Fördergelder und reduziert den Energieverbrauch – und damit auch die bisher anfallenden Rechnungen für Öl-, Gas- und Stromkäufe (auch für Mieterinnen und Mieter!). Statt weiterhin Milliarden für Öl- und Uran-Importe an Diktaturen, Kriegs- und Krisenländer abfliessen zu lassen, sorgt das Energiegesetz dafür, dass das Geld hier in der Schweiz bleibt: als Investition in einheimische erneuerbare Energieträger, was dem Gewerbe und der Industrie in der wachsenden Cleantech-Branche zugutekommt. Gestärkt wird auch die einheimische Wasserkraft.
Deshalb empfiehlt eine breite Allianz von Wirtschafts- und Umweltverbänden zusammen mit den meisten Parteien (inklusive SP, EVP, glp, BDP und FDP) am 21. Mai schweizweit ein klares JA zum Energiegesetz. Auch wir Grünen sind für ein beherztes JA, das die Energiewende 2050 besiegelt, den Ausstieg aus der Atomenergie sichert und einen ganz wichtigen Schritt in die richtige Richtung bringt.
Bruno Vanoni, Grossrat und Mitglied des Grossen Gemeinderats Zollikofen

Weitere grüne Abstimmungsempfehlungen:

  • JA zum Kredit für die Asylsozialhilfe, den es vor allem für Kinder und Jugendliche ohne Eltern auf der Flucht braucht
  • NEIN zur Mogelpackung „Verkehrssanierung Aarwangen“, weil es diese Luxusstrasse im Oberaargau nicht braucht