Ja zum Filmgesetz – zur Förderung von Vielfalt und von Schweizer Filmen

Der Filmkonsum hat sich in der Schweiz stark verändert. Der heutige Markt wird dominiert von internationalen Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon, die im Unterschied zu einheimischen Fernsehsendern vom aktuellen Schweizer Filmgesetz nicht in die Pflicht genommen werden. Um diese Ungerechtigkeit zu beheben und die Vielfalt des Filmangebots zu erhalten, hat das Parlament im Herbst 2021 das Filmgesetz überarbeitet.

Neu sollen auch Streaming-Anbieter verpflichtet werden, 4% ihres in der Schweiz erwirtschafteten Umsatzes ins Schweizer Filmschaffen zu investieren. Ein Grossteil unserer Nachbarländer hat bereits ähnliche oder strengere Gesetze eingeführt. Diese Investitionspflicht bedeutet, dass wenigsten ein kleiner Teil der Umsätze in der Schweiz bleiben (18 Mio Fr./Jahr). Dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen und Aufträge für das lokale Gewerbe generiert.

Eine weitere Anpassung betrifft das Filmangebot. Schweizer Fernsehsender müssen bereits heute einen Anteil an europäischen Werken anbieten. Neu sollen auch Streaming-Plattformen dazu verpflichtet werden, mindestens 30 Prozent europäische Filme anzubieten. Wenn Sie weiterhin ein vielfältiges Filmangebot mit ein bisschen Schweizer Inhalten geniessen möchten, stimmen sie JA.

Claudia Degen, Mitglied des Grossen Gemeinderats und der Kulturkommission Zollikofen

Weitere GFL-Parolen für die Volksabstimmung vom 15. Mai:

  • JA zum Transplantationsgesetz, zur Förderung von Organspenden
  • NEIN zur Erhöhung des Schweizer Beitrags an die EU-Grenzschutzagentur Frontex, weil diese Menschen- und Asylrechte missachtet
  • JA zur Änderung der Kantonsverfassung, damit der Grosse Rat künftig Volksvorschläge nicht mehr austricksen kann.

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