„Lue, Mami, s’Tram!“

So tönt es begeistert, wenn ich mit meinem Sohn in die Stadt gehe. Ja, wirklich: das Tram gehört zu Bern und ist ein Stück Identität, das auch mich stolz macht, hier zu leben.  Aber muss dieses Stück Identität so teuer sein?

Bern könnte es auch wie San Francisco oder New Orleans halten und sich mit einer historischen Cablecar-Linie zufriedengeben.  Aber gerade an den amerikanischen Städten sollten wir diesbezüglich kein Vorbild nehmen: dort, wo sich die Nachbarn links und rechts der Strassenschlucht weder kennen noch sehen, weil die Trennung zu gross ist.  Genau da kommen die Qualitäten des Trams wieder zum Vorschein: es braucht ein relativ schmales Trassee, transportiert zweieinhalb Mal so viele Leute wie ein Bus und stinkt nicht. Auch wenn es gemütlich unterwegs ist, kommt man innerstädtisch verhältnismässig rasch ans Ziel.

Von einer guten Infrastruktur in der Agglomeration Bern profitiert der ganze Kanton und ist nie falsch investiertes Geld, sondern ein Schritt in die Zukunft. Das Tram ist grün (auch wenn es eine bernmobil-rote Farbe hat) und ökologisch sinnvoll.  Die Vorteile wiegen die Nachteile auf. Deshalb stimme ich am 4. März für den Kredit, dem der Grosse Rat und die beiden betroffenen Gemeinden bereits zugestimmt haben: die Stadt Bern und Ostermundigen, die sechstgrösste Gemeinde des Kantons.

Sabine Breitenstein, GFL-Vertreterin in der Planungskommission der Gemeinde Zollikofen

Weitere Informationen: www.jazumtram.ch