Zollikofen wird elektromobil: mit einer öffentlichen Ladestation für E-Fahrzeuge und weiteren Massnahmen

Die am 26. Februar 2020 eingereichte Motion von Beat Koch und 10 Mitunterzeichnenden aus GFL, EVP, glp, FDP und BDP ist aus den Diskussionen in der überparteilichen Klimagruppe des Grossen Gemeinderats (GGR) hervorgegangen. Sie hat folgenden Wortlaut:

„Der Gemeinderat wird beauftragt, zur Förderung des Wechsels von fossilen Treibstoffen auf Elektromobilität folgende Massnahmen zu prüfen, in eigener Kompetenz umzusetzen bzw. — soweit erforderlich — dem Grossen Gemeinderat zu beantragen:

1. Die Gemeinde sorgt in Zusammenarbeit mit geeigneten Partnern für die Einrichtung mindestens einer öffentlichen (Schnell-)Ladestation für Elektro-Fahrzeuge im Siedlungsgebiet von Zollikofen und für deren Betrieb ausschliesslich mit Strom aus erneuerbaren Quellen (z.B. aus Anlagen der Solargenossenschaft Zollikofen).

2. Die Gemeinde nutzt das anstehende Controlling der Richtpläne Verkehr und Energie zur Entwicklung einer Strategie, wie in Zollikofen das Umsteigen von fossil betriebenen Motorfahrzeugen auf Elektro-Fahrzeuge (oder auf Fahrzeuge mit anderen erneuerbaren Antriebsenergien) gefördert werden soll zwecks Ergänzung der beiden Richtplan-Strategien «Verkehrsvermeidung» und «Verlagerung zum Fuss- und Veloverkehr».

3. Die Gemeinde trägt der neuen Mobilitätsstrategie der Regionalkonferenz Bern-Mittelland Rechnung, indem sie deren Bekenntnis zur «mittel- bis langfristigen Dekarbonisierung des Verkehrs» berücksichtigt, insbesondere bei der Beschaffung eigener Fahrzeuge.“

->Detaillierte Begründung im PDF zum Lesen und Herunterladen

Der Grosse Gemeinderat (GGR) hat die Motion am 24. Juni 2020 behandelt. Der Gemeinderat hatte beantragt, die Motion nicht erheblich zu erklären (also abzulehnen). Der GGR hat mit jeweils einer Stimme Mehrheit allen drei Punkten zugestimmt: den Forderungen gemäss Ziffer 1 und 2 als Motion, die Ziffer 3 nur als Postulat (Prüfungsauftrag). Die Annahme ist der Unterstützung von SP, GFL, glp, EVP und BDP zu verdanken.