GGR vom 29.6.2016: Zu wenig verdichtet – und auch zu wenig zukunftsweisend

Innere Verdichtung – ein Bekenntnis, dass in letzter Zeit in Zollikofen sehr oft zu hören war,  auch als Richtschnur für die Ortsplanung. An der Sitzung des Grossen Gemeinderats (GGR) vom 29.6.2016 vermisste nicht nur die GFL „entsprechende Taten“. Die geplanten Wohnhäuser auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Scherzinger an der Wahlackerstrasse entsprechen mit zwei Geschossen plus Attikawohnung nicht den Mindestvorgaben des kantonalen Richtplans. Die vom GRR beschlossenen Bauvorschriften lassen damit die angestrebte Trendwende für bodensparendes Bauen vermissen.

Weiter setzten wir uns vergeblich ein, die Zahl der unterirdischen Autoabstellplätze (AP) in dieser zentralen, gut erschlossenen Überbauung auf 1 AP pro Wohnung zu beschränken. Dabei stützten wir uns auf Erfahrungen von Muri, Köniz und Ostermundigen, die gar 0,5 AP pro Wohnung als genügend und zukunftsorientiert bezeichnen. Der GGR hat leider die Chance verpasst, mit dieser Massnahme den Autoverkehr aus und zu der neuen Wohnsiedlung zu vermindern und damit auch aktiv etwas für die staugeplagte Bernstrasse zu tun.

Zwei weitere GFL-Anträge zur Energieversorgung und zur Aussenraum-Gestaltung wurden im GGR ebenfalls abgelehnt. In der Schlussabstimmung lehnte ein Teil der GFL-Fraktion die Vorlage ab, weil sie zu wenig zukunftsweisend ausgestaltet ist.

Marceline Stettler, Co-Präsidentin GFL Zollikofen

Voten und abgelehnte GFL-Anträge in vollem Wortlaut:

Votum_Umzonung Wahlacker West_GGR_Juni_2016_Marceline_Stettler